Ich wurde in der Linzergasse mal vom Rad geboxt – erzählt Gunda Cancola

Die in der Salzburger Dreifaltigkeitsgasse ansässige Schmuckdesignerin Gunda Cancola kann bei dieser Geschichte mittlerweile wieder lachen. Passiert ist damals zum Glück nichts. Wenige Augenblicke nach dieser Schilderung erzählt sie von einer freundlicheren Fahrrad Begebenheit: „… und dann hat mir eines Tages jemand eine Blume auf den Lenker gesteckt“. Diese rote Kunstblume peppt das Fahrrad bis heute auf.

Fahrradfahren hat für Gunda Geschichte. Der Fahrradführerschein mit 10 ist eine der ersten Erinnerungen. Mit 14 hat Gunda mit Ersparnissen das 1. eigene Rad gekauft und ein enormes Freiheitsgefühl empfunden.

Die Designerin stammt aus einer Fahrrad begeisterten Familie. Viele Urlaube mit ihren Eltern und Geschwistern hat sie als Jugendliche auf dem Fahrrad verbracht. Touren von Passau nach Wien waren in den frühen 1980er Jahren noch relativ abenteuerlich, wenige waren unterwegs und oft wurde gestoppt, geflickt und repariert. Aber einzigartig war es und der Vater wusste schon damals: „Radlfahren ist so schön, weil die Leiden und Freuden so nah beisammen sind“.

Für Gunda ist das Schöne am Radfahren, das bewegt werden. Entdeckungsfahrten über Land mag sie am liebsten.

Vorschläge und Ideen zum Thema Fahrrad und Radfahren in der Stadt hat die Schmuckdesignerin einige parat. Angefangen von einem Sozialprojekt das „Radlwächter“ beschäftigt hin zu einer Bike-Sharing Initiative unter Geschäftsleuten im selben Viertel und ganz grundsätzlich mehr gemeinschaftliche Nutzung von Rädern gehen Gunda im Kopf herum.

Persönlich wünscht sich Gunda demnächst ein schmuckes_schönes_neues Fahrrad. Fündig wird sie in Salzburgs Radläden sicher.